Neue Studie von Prof. Dr. Liebensteiner im renommierten „Journal of Economic Behavior and Organization“

In einer aktuellen Veröffentlichung im Journal of Economic Behavior and Organization (JEBO) untersuchen Prof. Dr. Mario Liebensteiner (FAU WiSo) und Alex Mburu Kimani die Auswirkungen der Energiekrise 2021/22 auf den europäischen Strommarkt. Die Untersuchung analysiert Daten aus sechs EU-Ländern für den Zeitraum von 2015 bis 2023 und fokussiert sich auf die Verlagerung der Stromerzeugung von Erdgas hin zur Kohle aufgrund der Preisentwicklungen am Markt.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Kohleverstromung in den untersuchten Ländern während der Krise um durchschnittlich 23 % anstieg. Dies führte zu einer Zunahme der CO2-Emissionen sowie der lokalen Luftschadstoffe. Die Autoren schätzen die daraus resultierenden externen Gesundheitskosten auf über eine Milliarde Euro und berechnen eine Zunahme von rund 1.285 vorzeitigen Todesfällen. Während die verstärkte Nutzung von Kohle kurzfristig zur Versorgungssicherheit beitrug, quantifiziert die Studie die damit verbundenen ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen.

Die ganze Publikation des JEBO gibt es hier.