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Prof. Dr. Martin Abraham

Prof. Dr. Martin Abraham

Prof. Dr. Martin Abraham

Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie und empirische Sozialforschung

Lebenslauf

Martin Abraham (Jahrgang 1964) studierte Sozialwissenschaften und promovierte an der Universität Erlangen-Nürnberg. Anschließend wechselte er als wissenschaftlicher Assistent an die Universität Leipzig und habilitierte dort im Fach Soziologie. Nach einer Vertretungsprofessur an der Universität München trat er 2005 eine ordentliche Professur für Soziologie und empirische Sozialforschung an der Universität Bern, Schweiz, an. Lehr- und Forschungsaufenthalte führten ihn an die University of Arizona, Tucson, USA, und die Universität Utrecht, Niederlande. Seit 2007 ist Prof. Abraham Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie und empirische Sozialforschung an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Seine Forschungsschwerpunkte sind dem Arbeitsmarkt und Organisationssoziologie zuzuordnen und liegen auf dem Schnittpunkt zwischen Soziologie und Ökonomie. Inhaltliche Schwerpunkte liegen insbesondere in den Bereichen Beruf, regionale Mobilität, der Entstehung von Reputation, der sozialen und institutionellen Einbettung von Zulieferer-Abnehmer-Beziehungen und der Abstimmung zwischen Familie und Erwerbstätigkeit.

Mehr Informationen finden Sie auch auf der Website des Lehrstuhls.

2018

2017

2016

2018

2017

2016

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  • Ausländische Bildungszertifikate auf dem deutschen Arbeitsmarkt
    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)
    Titel des Gesamtprojektes: SPP 1764: Der deutsche Arbeitsmarkt in der Globalisierung: Herausforderungen durch Handel, Technologie und Demografie
    Laufzeit: 01.08.2014 - 01.08.2017
    Mittelgeber: DFG / Schwerpunktprogramm (SPP)
    Deutschland ist ein attraktiver Zielort für Migranten. Jedoch sind Zuwanderer oftmals mit dem Problem konfrontiert, dass ihr im Ausland erworbenes Humankapital im Einwanderungsland weniger wert ist. Neben Sprachbarrieren spielt die Akzeptanz ausländischer Ausbildungszertifikate eine zentrale Rolle für eine gelungene ökonomische Integration. Während das Niveau der schulischen Bildung noch annähernd abschätzbar ist, können sich berufliche Ausbildungssysteme zwischen verschiedenen Ländern stark unterscheiden und sind deshalb kaum miteinander vergleichbar. Konzentrieren wir uns auf nicht reglementierte Berufe, stellt sich die Frage, wie Unternehmen in Deutschland im Ausland erworbene Berufszertifikate einschätzen und mit diesen im Bewerbungsprozess umgehen? Arbeitgeber sind in diesem Zusammenhang die zentralen gatekeeper, entscheiden sie doch, ob zugewanderte Personen ausbildungsadäquat beschäftigt werden oder nicht. Es gibt viele weitere Argumente warum einheimische Beschäftigte präferiert werden, z.B. aufgrund unzureichender Sprachkenntnisse der Migranten oder deren Mangel an institutionellem Wissen. Auch kann diskriminierendes Verhalten nicht ausgeschlossen werden. Indem wir uns in unserer geplanten Analyse auf vergleichbare zugewanderte Bewerber mit und ohne ausländische Berufszertifikate konzentrieren, können wir die Rolle von im Ausland erworbenen Berufszertifikaten im Einstellungsprozess isolieren und bewerten. Unsere Ergebnisse werden zu einem umfassenderen Verständnis der Arbeitsmarktintegration von qualifizierten Zuwanderern beitragen, eine im Zuge drohender Fachkräfteengpässe relevante arbeitsmarktpolitische Komponente. Die Idee unserer empirischen Herangehensweise ist es, Führungskräften hypothetische Bewerber vorzustellen und die Wahrscheinlichkeit abzufragen, ob sie diese Personen zu einem Vorstellungsgespräch einladen würden. Die Informationen über den Bewerber werden dabei experimentell, also zufällig variiert. Wir setzen dies mittels eines faktoriellen Surveys (FS) um. Ein FS ist eine Kombination aus Experiment und Befragung: Jeder Befragte bewertet dabei mehrere kurze Situationsbeschreibungen, deren Attribute sich experimentell hinsichtlich ihrer Niveaus unterscheiden. Unser FS wird in eine Befragung integriert, in der wir zusätzlich Informationen über den Befragten sowie über deren/dessen Unternehmen erheben. Der wesentliche Vorteil des experimentellen Designs ist es, dass wir eine unverzerrte Schätzung der Wahrscheinlichkeit zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden erhalten. Die Selektivität von realen Bewerbungen entfällt durch die randomisierte Zuweisung auf die Befragten. Die so gewonnenen Daten können wir schließlich mit den Prozess-generierten Daten des Forschungsdatenzentrums der Bundesagentur für Arbeit kombiniert werden. Die Verbindung experimenteller Befragungsdaten mit Prozess-generierten Daten eröffnet breite Anwendungsmöglichkeiten, um die Einstellungsprozesse in Unternehmen umfassend zu analysieren.
  • Die Entstehung von Reputation in Wirtschaftsbeziehungen
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 01.04.2010 - 20.09.2012
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/166176814
    Das Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wie Reputation in wirtschaftlichen Beziehungen entsteht. Oft kann in Geschäftsbeziehungen nicht auf eigene Erfahrungen mit Partnern zurückgegriffen werden. Die Reputation von Geschäftspartnern spielt daher in vielen Märkten eine zentrale Rolle. Während die Wirkung von Reputation bereits häufig im Mittelpunkt von Untersuchungen zu diesem Thema stand, fokussiert das vorliegende Projekt die Entstehung von Reputation und beleuchtet diese sowohl theoretisch als auch empirisch.  Der Fokus liegt hierbei auf Reputation, die in der Interaktion zwischen Geschäftspartnern entsteht, während „institutionalisierte“ Reputationsmechanismen (z.B. formelle Rankings auf Online-Plattformen oder die Berichterstattung in den Medien) bewusst ausgeklammert werden. Auf Grundlage spieltheoretischer Überlegungen wird mithilfe von Laborexperimenten untersucht, welche Voraussetzungen die Entstehung von Reputation forcieren und welche Umstände die Entstehung von Reputation eher behindern. In einem zweiten Schritt sollen die Ergebnisse der Laborexperimente mit Felddaten validiert werden.
  • Sustainable Smart Industry
    (FAU Funds)
    Laufzeit: 01.01.2017 - 01.01.2020
    URL: http://sustainable-smart-industry.com
  • Taxation, Social Norms, and Compliance: Lessons for Institution Design
    (FAU Funds)
    Das Ziel der Forschungsinitiative “Taxation, Social Norms, and Compliance: Lessons for Institution Design” ist die Erforschung von individuellen und sozialen Determinanten der Steuerehrlichkeit. Insbesondere soll die Rolle von Institutionen sowie sozialen und kulturellen Normen für die Steuerehrlichkeit untersucht werden. Im Hinblick auf formale Institutionen befasst sich die Initiative mit dem Design von Steuersystemen ebenso wie mit der Rolle von Steuerverwaltung und -beratung. Um die große Bedeutung der Präferenzen für Fairness und der persönlichen Wahrnehmung des Verhaltens Anderer zu entsprechen, liegt besonderes Augenmerk auf der Rolle von sozialen und kulturellen Normen. Schließlich wird in mehreren verhaltensökonomischen Teilprojekten das Entscheidungsverhalten individueller Steuerpflichtiger explizit modelliert.

Prof. Dr. Martin Abraham