Gründung und Patente

Gründergeist an der WiSo

Die WiSo ist eine Wiege vieler namhafter Unternehmensgründungen. Eine der bekanntesten und zugleich frühesten ist die Gesellschaft für Konsumforschung GfK, die 1934 von Wilhelm Vershofen gegründet wurde und heute das größte Marktforschungsinstitut Deutschlands ist. Ebenso prominent ist die Gründung der DATEV 1966 durch Dr. Heinz Sebiger, der in Nürnberg Betriebs- und Volkswirtschaftslehre studiert hatte. Auch die Global Savings Group, E-Commerce-Partner führender Verlage, und Communication Ads, das aktuell am stärksten wachsende Start-up Deutschlands, gehen auf WiSo-Absolventen zurück. Weitere Unternehmen mit WiSo-Hintergrund: ZOLLHOF, Flixbus, Hotel.de, BISSANTZ, Rödl & Partner, Streetspotr, Amoonic.

Lebendinger Gründergeist

Die strikte Praxisorientierung in der Lehre macht Absolventinnen und Absolventen der WiSo zu begehrten Arbeitskräften. Sie ist aber auch die perfekte Basis für die Gründung eines eigenen Unternehmens. Die WiSo selbst, aber auch viele Partner in der Region unterstützen dabei mit zahlreichen Programmen und Initiativen.

Wenn Du an der WiSo studierst, stellt sich nach dem Bachelor-, spätestens aber nach dem Masterabschluss die Frage, was folgt. Der direkte Praxisbezug der WiSo und die engen Kooperationen mit der Wirtschaft bieten beste Chancen für einen erfolgreichen Start in den Job. Sie sind zugleich aber auch starke Argumente dafür, ein eigenes Unternehmen zu gründen.

Wer solche Gründungsambitionen hat, der kann auf vielfältige Unterstützung bauen. Nachfolgend haben wir Dir Einrichtungen, Programme und Initiativen zusammengestellt, die die Universität für GründerInnen und JungunternehmerInnen entweder selbst eingerichtet hat oder an denen sie maßgeblich beteiligt ist.

Universitätsinterne Programm und Verbundprojekte

Die FAU-Gründungsberatung berät und begleitet GründerInnen an der FAU von der Idee bis zum Markteintritt. Die Gründungsberatung bietet allen Studierenden eine kostenfreie Beratung, Hilfe bei der Antragstellung für Fördermittel & Finanzierung sowie Wettbewerbe und weitere Veranstaltungen. www.fau.de/innovationen-und-gruendungen/gruenden/

Existency ist eine Plattform für GründerInnen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Mittelfranken. Hier unterstützen die Gründungsberatungen der HS Ansbach, der TH Nürnberg und der FAU Erlangen-Nürnberg mit ihrem geballten Know-how durch verschiedene Programme und Angebote möglichst viele junge GründerInnen bei der erfolgreichen Umsetzung ihrer Geschäftsidee. Unterstützt werden sie hierbei von ihren Partnern wie zum Beispiel dem Zollhof Tech-Incubator und dem Leistungszentrum Elektroniksysteme (LZE). www.existency.de

Die FAU Digital Tech Academy ist der übergreifende HUB für Digitalisierung und Entrepreneurship an der FAU und vermittelt hier Methodenwissen und praktische Erfahrungen zur Umsetzung digitaler Innovationen. Das interdisziplinäre und extra-curriculare FAU Digital Tech Fellows Programm bildet 1x im Jahr 20 handverlesene Talente zu „Digital Change- makern“ aus. Die ausgewählten Studierenden & Promovierenden arbeiten in einem 12-wöchigen Business Design Sprint an digitalen Gründungsprojekten. Darüber hinaus bietet die DTA Veranstaltungen und Workshops zu den Themen Entrepreneurship, Digitalisierung und Innovation an. www.dta.fau.de

Mit fünf Euro Startkapital die eigene Geschäftsidee verwirklichen – beim 5-Euro-Business-Wettbewerb gründen Studierende verschiedener Fachrichtungen ihr eigenes Unternehmen für die Dauer eines Semesters. Die Teams werden von Führungskräften aus ortsansässigen Unternehmen begleitet und erhalten in Seminaren das nötige Fachwissen in den Bereichen Marketing, Projektmanagement und Recht. Auf einer großen Abschlussveranstaltung stellen die Studierendenteams die Ergebnisse ihres Schaffens vor und wetteifern um die besten Plätze an ihrer Universität oder Hochschule. www.5-euro-business.de

Gründungsförderung durch Kooperationspartner

Der ZOLLHOF, mit dem die WiSo eine enge Kooperation pflegt, ist eines der am schnellsten wachsenden Gründerzentren in Deutschland. Der ZOLLHOF bezeichnet sich selbst als „Tech Incubator“, als „Brutkasten“ für junge Technologieunternehmen und digitale Innovatoren. Die aktuell etwa 30 Teams nutzen zum einen die Infrastruktur, die ein junges Unternehmen braucht: günstige Büroräume, Breitband-Internet, Cloud-Zugang und vieles mehr. Zum anderen steht das 20-köpfige Support-Team mit Expertenwissen bereit – beim Programmieren, beim Design, aber auch bei Finanzierungs- und Rechtsfragen. Die JungunternehmerInnen profitieren von den Kontakten in die Wirtschaft, in die Wissenschaft und zu anderen Start-up-Initiativen. www.zollhof.de

Mit dem JOSEPHS® haben die FAU und das Fraunhofer IIS ein einzigartiges Innovationslabor in der Nürnberger Innenstadt geschaffen: Hier können Unternehmen ihre Produkte oder Dienstleistungen in einer Testphase von BesucherInnen beurteilen lassen. Dabei werden nicht nur unmittelbare Feedbacks aufgenommen, sondern auch konkrete Anregungen für die weitere Entwicklung erfragt. Dieses innovative Konzept der Co-Creation zwischen Entwickler und Anwender ist besonders für junge Unternehmen und Start-ups interessant. www.josephs-innovation.de

Die WiSo und die IHK Nürnberg für Mittelfranken arbeiten eng zusammen und haben beispielsweise einen Kooperationsvertrag zum dualen Studium geschlossen. Selbstverständlich unterstützt die Kammer auch junge Absolventinnen, die ihre Geschäftsidee in Eigenregie umsetzen wollen: 2011 hat die IHK gemeinsam mit weiteren Partnern, unter anderem dem ZOLLHOF, die Gründerinitiative Mittelfranken ins Leben gerufen, die ExistenzgründerInnen berät und Kredite vermittelt. www.gruenderinitiative-mittelfranken.de