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Prof. Dr. Jonas Dovern

Prof. Dr. Jonas Dovern

Prof. Dr. Jonas Dovern

Inhaber des Lehrstuhls für Statistik und Ökonometrie

Lebenslauf

Jonas Dovern (Jahrgang 1980) studierte von 2001 bis 2005 Ökonometrie an der Universität Maastricht. Anschließend absolvierte er bis 2006 das Advanced Studies Program in International Economic Policy Research am Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Dort war er zwischen 2005 und 2008 auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich „Geldpolitik in unvollkommenen Märkten“ und im Prognosezentrum tätig. 2009 wurde er an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel promoviert. Ab 2009 baute er ein privates Beratungsunternehmen für makroökonomische Gutachten und statistische Prognosemodelle (Kiel Economics) auf und fungierte bis 2013 als Geschäftsführer. Parallel war er in dieser Zeit in verschiedenen Projekten als Berater für den Internationalen Währungsfonds (IWF), die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und das Institut für Weltwirtschaft tätig. 2013 erhielt er einen Ruf auf eine Juniorprofessur für Makroökonomik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wo er bis 2019 lehrte und forschte. 2016 vertrat er für acht Monate die Professur für Volkswirtschaftslehre an der RWTH Aachen und 2018 verbrachte er einen Monat als Gastforscher an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Seit April 2019 ist Jonas Dovern Inhaber des Lehrstuhls für Statistik und Ökonometrie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Darüber hinaus ist er Mitglied im CESifo-Netzwerk.
Die Forschungsschwerpunkte von Jonas Dovern liegen im Bereich der Zeitreihenökonometrie und empirischen Makroökonomik. Er ist insbesondere interessiert an der statistischen Analyse von Heterogenität makroökonomischer Erwartungen und an ökonometrischen Methoden zur Evaluierung von Zeitreihenprognosen.

Mehr Informationen finden Sie auch auf der Website des Lehrstuhls.

2019

2017

2016

2019

2017

2016

Es wurden leider keine Publikationen gefunden.

  • Heterogenität makroökonomischer Erwartungen: Welche Rolle spielen individuelle historische Erfahrungen, das örtliche Umfeld und sozioökonomische Faktoren?
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. Juli 2019 - 30. Juni 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    Erwartungen sind eine zentrale Größe in der makroökonomischen Theorie.
    Allerdings ist die häufig getroffene Annahme rationaler Erwartungen mit
    vollständiger Information (Muth, 1961) oder imperfekten
    Informationsstrukturen (Mankiw und Reis, 2002; Sims, 2003, Woodford,
    2003) sehr vereinfachend und lässt keine genuine Heterogenität der
    Erwartungsbildung zu. Diese Modelle der Erwartungsbildung sehen
    insbesondere nicht vor, dass die individuellen historischen Erfahrungen
    der Haushalte oder Firmen ihre makroökonomischen Erwartungen prägen.
    Ebenso ist die Rolle solcher Erfahrungen für die Bildung von
    finanziellen Erwartungen bzw. Investitionsentscheidungen noch nicht
    ausreichend untersucht worden. Basierend auf Umfragedaten wird dieses
    Forschungsprojekt empirisch untersuchen, wie individuelle Erfahrungen
    die Erwartungen von privaten Haushalten und Firmen beeinflussen. Die
    Ergebnisse werden dabei helfen, die bislang meist getroffene
    Modellannahme, dass makroökonomische Erwartungen von allen Individuen zu
    allen Zeiten auf gleiche Weise gebildet werden, zu ersetzen. Die
    Ergebnisse des Forschungsprojekts werden für die ökonomische Forschung,
    für andere Disziplinen, die sich mit Erwartungsbildung befassen, und für
    die Geldpolitik wertvoll sein. Das Forschungsprojekt trägt zum
    aktuellen Bestreben in der Makroökonomik bei, die Relevanz von
    Heterogenität, insbesondere von Erwartungen, zu verstehen. Die Methoden,
    die im Rahmen dieses Forschungsprojekts entwickelt werden, werden für
    die Analyse von umfragebasierten Erwartungsdaten hilfreich sein, aber
    auch für die Analyse von Umfragedaten in anderen Kontexten. Insgesamt
    wird das Projekt zu einem besseren Verständnis von Umfragedaten
    bezüglich makroökonomischer Erwartungen führen. Dies ist insbesondere
    für die Geldpolitik sehr wichtig, da die aktuellen Strategien der
    wichtigsten Zentralbanken sehr stark auf Erwartungen basieren; sowohl
    als Informationsgrundlage für die Ausrichtung der Geldpolitik als auch
    als Instrument, um die Makroökonomie zu beeinflussen.

  • Heterogenität makroökonomischer Erwartungen: Welche Rolle spielen individuelle historische Erfahrungen, das örtliche Umfeld und sozioökonomische Faktoren?
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. Juli 2019 - 30. Juni 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    Erwartungen sind eine zentrale Größe in der makroökonomischen Theorie.
    Allerdings ist die häufig getroffene Annahme rationaler Erwartungen mit
    vollständiger Information (Muth, 1961) oder imperfekten
    Informationsstrukturen (Mankiw und Reis, 2002; Sims, 2003, Woodford,
    2003) sehr vereinfachend und lässt keine genuine Heterogenität der
    Erwartungsbildung zu. Diese Modelle der Erwartungsbildung sehen
    insbesondere nicht vor, dass die individuellen historischen Erfahrungen
    der Haushalte oder Firmen ihre makroökonomischen Erwartungen prägen.
    Ebenso ist die Rolle solcher Erfahrungen für die Bildung von
    finanziellen Erwartungen bzw. Investitionsentscheidungen noch nicht
    ausreichend untersucht worden. Basierend auf Umfragedaten wird dieses
    Forschungsprojekt empirisch untersuchen, wie individuelle Erfahrungen
    die Erwartungen von privaten Haushalten und Firmen beeinflussen. Die
    Ergebnisse werden dabei helfen, die bislang meist getroffene
    Modellannahme, dass makroökonomische Erwartungen von allen Individuen zu
    allen Zeiten auf gleiche Weise gebildet werden, zu ersetzen. Die
    Ergebnisse des Forschungsprojekts werden für die ökonomische Forschung,
    für andere Disziplinen, die sich mit Erwartungsbildung befassen, und für
    die Geldpolitik wertvoll sein. Das Forschungsprojekt trägt zum
    aktuellen Bestreben in der Makroökonomik bei, die Relevanz von
    Heterogenität, insbesondere von Erwartungen, zu verstehen. Die Methoden,
    die im Rahmen dieses Forschungsprojekts entwickelt werden, werden für
    die Analyse von umfragebasierten Erwartungsdaten hilfreich sein, aber
    auch für die Analyse von Umfragedaten in anderen Kontexten. Insgesamt
    wird das Projekt zu einem besseren Verständnis von Umfragedaten
    bezüglich makroökonomischer Erwartungen führen. Dies ist insbesondere
    für die Geldpolitik sehr wichtig, da die aktuellen Strategien der
    wichtigsten Zentralbanken sehr stark auf Erwartungen basieren; sowohl
    als Informationsgrundlage für die Ausrichtung der Geldpolitik als auch
    als Instrument, um die Makroökonomie zu beeinflussen.

Prof. Dr. Jonas Dovern