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Einladung zur Emmy-Noether-Vorlesung 2018

Sind die Besten wirklich die Besten? Wettbewerb und Chancengerechtigkeit auf dem Prüfstand

Dieses Jahr wird die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph.D., die Vorlesungsreihe fortsetzen. Ihr Vortag widmet sich dem Problem, dass trotz des bestehenden Drucks, Frauen einen angemessenen Platz im Wissenschaftssystem zu geben sowie impliziter Frauenquoten in vielen Hochschulgremien, Frauen bei hochrangigen Auszeichnungen wie dem Leibnitz-Preis weit unterproportional vertreten sind. Die Referentin wird sich im Vortrag damit auseinandersetzen, ob die implizite Quotierung zu Lasten der Exzellenz geht, das Postulat der Chancengerechtigkeit gar überdehnt wurde oder ob das Wissenschaftssystem an Exzellenz verliert, wenn es Frauen nicht mit hohen Preis- und Fördersummen ausstattet und damit auch mit Zeit und Freiheit.

Weitere Informationen zum Vortrag und zur Referentin finden Sie hier (PDF) oder auf der Website des Büros für Gender und Diverity.

Die Vorlesung findet statt am 07.06.2018 um 18.00 im Senatssaal des Kollegienhauses (Raum 1.011, Universitätsstr. 15, 91054 Erlangen).

Über die Vorlesungen

Mit der Emmy-Noether-Vorlesung, die von der Kommission Chancengleichheit an der Universität Erlangen-Nürnberg initiiert wurde, will die Hochschule an die große Erlanger Mathematikerin und Begründerin der modernen axiomatischen Algebra erinnern. Die Vorlesung findet jedes Jahr Anfang Juni statt und soll an den Tag erinnern, an dem Emmy Noether ihre hart erkämpfte Zulassung als Privatdozentin an einer Hochschule erhielt – den 5. Juni 1919. Die Mathematikerin Emmy Noether (1882-1935) war eine der ersten Frauen, die an der Erlanger Universität studierte. Mit 25 Jahren erlangte sie die Doktorwürde. Doch erst 1919 wurde ihr an der Universität Göttingen die Lehrberechtigung erteilt. Dort arbeitete sie bis 1923 ohne Lohn, dann erst verdiente sie als Dozentin ohne Festanstellung ihr eigenes Geld. Die Nazis entzogen Emmy Noether, die jüdischer Abstammung war, im Jahr 1933 die Lehrbefugnis. Die Mathematikerin emigrierte in die USA, wo sie zwei Jahre später starb.