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Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie an Dr. Simon Reif verliehen

Dr. Simon Reif, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Gesundheitsökonomie wurde am 19. März 2019 mit dem Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie ausgezeichnet. Die Auszeichnung für die beste gesundheitsökonomische Publikation des Jahres 2018 wurde für den Artikel „Is it good to be too light? Birth weight thresholds in hospital reimbursement systems“ vergeben, der zusammen mit Sebastian Wichert (ifo Institut München) und Amelie Wuppermann (MLU Halle-Wittenberg) verfasst wurde.

In dem im Journal of Health Economics veröffentlichten Artikel wurde untersucht, ob sich finanzielle Anreize Patienteneigenschaften zu manipulieren auf die Behandlung auswirken. Für diese Analyse eignen sich insbesondere Neugeborenen, denn die Vergütung ist hier an Geburtsgewichtsgrenzen orientiert. Für ein Neugeborenes mit 1499g Geburtsgewicht erhält das Krankenhaus beispielsweise deutlich mehr Geld als bei einem Gewicht von 1500g. Statistisch auffällig viele Neugeborene haben ein Geburtsgewicht knapp unterhalb der vergütungsrelevanten Gewichtsgrenzen. Außerdem werden Neugeborenen mit einem Geburtsgewicht knapp unterhalb dieser Grenzen intensiver behandelt. Diese Behandlungsunterschiede können allerdings mit selektiver Manipulation des angegebenen Geburtsgewichts erklärt werden. Bei Patienten bei denen Krankenhäuser hohe Kosten erwarten werden wahrscheinlicher Angaben manipuliert, um eine höhere Vergütung zu bekommen. Anschließend werden diese bedürftigeren Patienten intensiver behandelt.

Den kompletten Artikel finden Sie hier. Weitere Informationen zur Professur für Gesundheitsökonomie finden Sie auf der Website.