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Prof. Dr. Brigitte Schels

Prof. Dr. Brigitte Schels

Prof. Dr. Brigitte Schels

Juniorprofessur für Arbeitsmarktsoziologie

Lebenslauf

Brigitte Schels (Jahrgang 1979) studierte Sozialwissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Das Studium schloss sie 2005 ab. Sie promovierte 2012 mit „summa cum laude“ an der Universität Mannheim. Seit 2005 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) tätig. Von 2011 bis 2015 war sie zudem wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Soziologie und Empirische Sozialforschung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Seit April 2015 ist Brigitte Schels Juniorprofessorin für Arbeitsmarktsoziologie.

Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Schels liegen auf der (Re-)Produktion sozialer Ungleichheit, insbesondere im Übergang von der Schule in das Erwerbsleben. Sie forscht zu Berufswahl von Jugendlichen, Jugendarbeitslosigkeit und -armut sowie zur intergenerationalen Transmission von Arbeitsmarktnachteilen. Ein weiterer Schwerpunkt sind Geschlechterungleichheiten am Arbeitsmarkt.

Mehr Informationen finden Sie auch auf der Website der Juniorprofessur.

2020

2019

2018

2017

2016

2020

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2017

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  • Kompromissbildung und deren Konsequenzen - Pfadabhängigkeiten zwischen Berufsfindung, Bildungsentscheidungen und Ausbildungsverläufen
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    Das Projekt untersucht den Prozess der Berufswahl im Übergang von der
    Schule und dessen Konsequenzen für Übergänge in Ausbildung und
    Ausbildungsverläufe. Berufswahlprozesse und die damit einhergehenden
    Bildungsentscheidungen sind wichtige Entwicklungsschritte für junge
    Menschen, und gleichzeitig stellt der erlernte Beruf zentrale Weichen
    für ihre Karrierechancen. In Deutschland strukturieren Berufe den
    Übergang in das Erwerbsleben besonders stark und spielen eine
    Schlüsselrolle bei der (Re-)Produktion sozialer Ungleichheit. Im Zuge
    der Bildungsexpansion und des Strukturwandels auf dem Arbeitsmarkt haben
    sich die Bildungswege in Deutschland allerdings deutlich verändert.
    Entlang dieser Trends zeigen sich zunehmend qualitative Passungsprobleme
    auf dem Ausbildungsmarkt.Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage,
    wie solche Ungleichgewichte zustande kommen. Die bisherige Forschung
    kann darüber nur bedingt Auskunft geben. Zwar existieren bereits viele
    Studien zu einzelnen Aspekten des Übergangsprozesses wie Berufswahl,
    Bildungsentscheidungen, Ausbildungsübergänge und -abbrüche, diese stehen
    allerdings konzeptionell, theoretisch und empirisch weitgehend
    unverbunden nebeneinander. Eine dynamische Perspektive, die
    berücksichtigt, wie Berufsfindung, Entscheidungen im Übergangsverlauf
    und deren Revision aufeinander aufbauen, wurde - auch bedingt durch
    einen Mangel an geeigneten Längsschnittdaten - kaum empirisch
    umgesetzt.Das beantragte Projekt zielt darauf ab, diese Lücken zu
    schließen, indem es aus einer Längsschnittperspektive grundlegende
    Erkenntnisse über angebotsseitige Mechanismen generiert, die qualitative
    Passungsprobleme in der Ausbildung erklären können. Dazu nehmen wir den
    Prozess der Berufswahl im Übergang von der Schule in den Blick und
    untersuchen die dabei entstehenden Pfadabhängigkeiten im Hinblick auf
    die Übergänge in Ausbildung und deren weitere Verläufe. Unsere
    forschungsleitenden Fragen lauten: Wie passen Jugendliche vor Ende der
    Schulzeit ihre Berufswünsche und Bildungsaspirationen an die Erwartungen
    ihrer Umwelt und die Realitäten des Ausbildungsmarktes an? Welche
    Folgen hat dieser Prozess der Kompromissbildung für ihren weiteren
    Bildungs- und Ausbildungsverlauf? Welchen strukturierenden Einfluss
    nehmen dabei soziale Unterschiede, insbesondere nach der sozialen
    Herkunft, und wie entwickeln sich diese im Übergangsprozess? Um diese
    Fragen zu beantworten, betrachten wir Werdegänge von Schüler/innen in
    der neunten Jahrgangsstufe mit den Längsschnittdaten der Startkohorte 4
    des Nationalen Bildungspanels (NEPS). Diese Daten reichern wir mit
    Strukturinformationen zu Ausbildungsberufen aus amtsstatistischen Daten
    an. Damit lässt sich untersuchen, welche beruflichen Felder Jugendliche
    präferieren, in welchen Dimensionen, wie etwa Einkommen oder
    Arbeitsplatzsicherheit, sie Kompromisse eingehen, wie gut die Passung
    zwischen Wunsch- und erreichtem Beruf ist und welche Konsequenzen diese
    Parameter für den weiteren Ausbildungsverlauf haben.

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PD Dr. Brigitte Schels