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Forschungsschwerpunkt Energiemärkte und Energiesystemanalyse*

Spitzenforschung im Energiesektor

Der Forschungsschwerpunkt Energiemärkte und Energiesystemanalyse untersucht die Einflüsse des wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Umfeldes auf die Entwicklung des Energiemarktes. Schwerpunkte bilden dabei die Analyse der Auswirkung von Marktdesign und Regulierung auf Investitionsanreize und Geschäftsmodelle im Strom- und Gassektor sowie empirische Studien zu Akzeptanz der Transformation des Energiesystems und zur Partizipation an der Umsetzung in der Bevölkerung.

Von unterschiedlichen Forschungsansätzen kommend, arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fachbereich in engem interdisziplinären Austausch zusammen. Die Forschenden verfügen über breit angelegte und tiefgreifende Kompetenzen im Energiesektor und in den benachbarten Bereichen. Durch die vernetzte Forschungstätigkeit kann das Wissen optimal genutzt und schnell verknüpft werden.

Netze und Infrastruktur

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Für die Netzinfrastruktur werden neue Konzepte von intelligenten Stromnetzen erarbeitet, aber auch Systeme, Komponenten und Produkte für die Leistungselektronik bzw. Kommunikations- & Informationstechnik entwickelt. Beispielhaft möchten wir Ihnen das folgende Projekt vorstellen:

Dezentralität und zellulare Optimierung – Auswirkungen auf den Netzausbaubedarf

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Ausrichtung und Fortführung der Energiewende werden in diesem Forschungsprojekt Flexibilitätsoptionen sowie alternative Rahmenbedingungen am Strommarkt als Ergänzung bzw. Alternative zur Netzausbauplanung analysiert. Mit dieser Studie wird die Grundlage dafür geschaffen, das Verfahren des Netzausbaus systematisch weiter zu fassen und bisher wenig berücksichtigte methodische Ansätze und Flexibilitätsoptionen zu integrieren. Mehr >>

Kontakt Prof. Dr. Veronika Grimm (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbes. Wirtschaftstheorie)
Prof. Dr. Gregor Zöttl (Professur für Industrieökonomik und Energiemärkte)
Weitere Projekte Regionale Preiskomponenten im Strommarkt, Projekt 3, Projekt 4

Geschäftsmodelle im Smart Grid

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Seit der Liberalisierung des Energiemarktes liegen die verschiedenen Entscheidungen bezüglich der Energieversorgung nicht mehr in der Hand komplett integrierter Versorgungsunternehmen. Entscheidungen werden dezentral von vielen verschiedenen Marktteilnehmern getroffen. Beispielhaft möchten wir Ihnen das folgende Projekt vorstellen:

Solarfabrik der Zukunft: Smart Grid Solar, Teilprojekt Implementierung im Marktumfeld

Über die gesamtwirtschaftliche Optimierung des Zusammenspiels von Netzen, Erzeugern, Speichern und Verbrauchern bei der Planung von Smart Grids hinaus, spielt hier auch die Frage eine zentrale Rolle, inwiefern das momentan geltende Marktsystem zusammen mit wirtschaftspolitischen Steuerungsmechanismen in der Tat zu einer Implementierung des optimalen Systems durch die einzelnen Akteure am Markt führt. Als Kernstück der ökonomischen Analyse soll die Implementierung eines Smart Grid Systems durch die relevanten Marktteilnehmer unter verschiedenen politischen Rahmensetzungen quantitativ analysiert werden. Der Vergleich mit den im Bereich Optimierung und Simulation erhaltenen Optimal-Lösungen ermöglicht dann eine Identifikation der notwendigen vorzunehmenden Änderungen am Marktumfeld und den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Mehr >>

Kontakt Prof. Dr. Veronika Grimm (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbes. Wirtschaftstheorie)
Prof. Dr. Gregor Zöttl (Professur für Industrieökonomik und Energiemärkte)

Vernetzte Kleinspeicher

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Mit Stromspeichern können Haushalte einen Großteil des auf ihrem Hausdach erzeugten Solarstroms selbst nutzen. Vernetzt man diese Kleinspeicher so können sie sich zu einem virtuellen Großspeicher verbinden, um damit unter anderem das Stromnetz zu stabilisieren. Beispielhaft möchten wie Ihnen das folgende Projekt vorstellen:

Evaluation eines Smart Grid-Feldexperiments

Erstmals wurde ein Verbund privat genutzter Solarstromspeicher für die Erbringung von Primärregelleistung Abstimmung mit allen deutschen Übertragungsnetzbetreibern präqualifiziert. 65 Energie-Speicher-Systeme (ESS) des Pilotprojekts SWARM dürfen damit ab sofort zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Die Besonderheit des virtuellen Großspeichers ist seine Zusammensetzung aus vernetzten, haushaltsgroßen Energiespeichern. Jedes ESS verfügt über eine eigene Steuereinheit, so dass es autark auf die Netzfrequenz reagiert. Über das UMTS-Netz sind die in privaten Haushalten installierten Speicher mit einer Leitzentrale verbunden und werden dort als Schwarm koordiniert. Die Leitzentrale nimmt die einzelnen aktuellen Speicherladestände der ESS auf und regelt den Schwarm so aus, dass jederzeit die angebotene Primärregelleistung zur Verfügung steht.

Kontakt Prof. Dr. Veronika Grimm (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbes. Wirtschaftstheorie)
Weitere Informationen Partner Caterva

Weitere Projekte und Themen (Beispielhaft)