Das Handelsblatt berichtet über das europäische Verbundprojekt PROMISE unter Beteiligung von Professor Dr. Adrian Meier und Eva Ziegltrum (Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft, FAU WiSo). Im Mittelpunkt stehen die aktuellen Debatten über Social-Media-Verbote für Jugendliche und die Sicherheit digitaler Netzwerke. Das Forschungsprojekt untersucht die politischen und gesellschaftlichen Forderungen nach strengeren Altersgrenzen und geht der Frage nach, wie wirksam diese Maßnahmen tatsächlich zum Schutz Minderjähriger beitragen können.
Die wissenschaftliche Einordnung zeigt unter anderem, dass pauschale Verbote von Plattformen wie Instagram oder TikTok die Realität heranwachsender Generationen ignorieren, für die soziale Medien längst zentrale digitale Räume für Austausch, Information und Unterhaltung darstellen. Zudem werden in diesem Zusammenhang die strukturellen Ursachen potenzieller Risiken sowie die Verantwortung der Plattformbetreiber für transparentere Algorithmen und ein sicheres Design thematisiert.
Die Erkenntnisse fließen in die breitere wissenschaftliche und politische Diskussion über digitale Regulierung ein. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie der Jugendschutz durch gezielte Designstandards und Medienkompetenz gestärkt werden kann, anstatt den Zugang zu digitalen Angeboten pauschal zu beschränken.
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