„RADAR“ – ein neues Zuhause für Forschungsdaten

Neues FAU-Angebot zur Archivierung und Publikation von digitalen Forschungsdaten

Forschungsdaten zu erstellen kostet nicht nur viel Zeit und Mühe, sondern auch viel Geld. Deshalb sollten Daten aus abgeschlossenen Forschungsprojekten auf geeignete Weise aufbewahrt werden, damit die wertvollen Erkenntnisse langfristig und nachvollziehbar der Wissenschaft zur Verfügung stehen. Hierbei unterstützt die Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg (UB) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einer neuen Datenbank, mit der Daten archiviert und auch publiziert werden können.

Die Datenplattform „RADAR“

Das Research Data Repository, kurz RADAR, ist ein neues Angebot der UB für alle Forschenden der Universität,

  • die ihre Daten publizieren müssen, weil dies von Drittmittelgebern oder Verlagen vorgeschrieben ist,
  • die ihre Daten publizieren wollen, um eine zusätzliche Publikation herauszubringen,
  • die ihre Daten nach dem Abschluss ihres Forschungsprojekts sicher archivieren wollen.

Die Daten können für 5, 10 oder 15 Jahre gespeichert werden. Bei einer Publikation wird der Zugriff auf die Daten sogar für mindestens 25 Jahre garantiert. Das hochgeladene Datenpaket wird in diesem Fall mit einer eindeutigen Zeichenfolge versehen und ist dadurch dauerhaft auffindbar und zitierfähig.

Entwickelt wurde RADAR im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes von einem deutschen Betreiber, daher gilt auch deutsches Datenschutzrecht. Partner sind das FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur, die Technische Informationsbibliothek, die Ludwig-Maximilians-Universität München, das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie und das Steinbuch Centre for Computing des Karlsruher Instituts für Technologie.

„Die Datenplattform RADAR ist ein wichtiger Schritt, um den Zugang zu Daten und die weitere Verwendung von digitalen Forschungsdaten zu gewährleisten. Dies wird immer wichtiger, da von der Wissenschaftpolitik und wissenschaftlichen Verlagen den Daten als Teil des Forschungs-Outputs eine immer größere Bedeutung beigemessen wird“, erklärt UB-Direktorin Konstanze Söllner.

Mehr Infos

Viele weitere nützliche Informationen zum Thema Forschungsdaten finden Sie auf der Webseite der UB zum Thema „Daten und Software in der Forschung“ und den entsprechenden Unterseiten. Dort finden Sie auch alles zum Umfang des Angebots und Preisen. Ebenfalls sehr hilfreich ist das FAQ zum Thema „Forschungsdaten“ und die Anlaufstellen für die Beratung.

Kontakt:

Tonka Stoyanova
tonka.stoyanova@fau.de

 

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